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Kapitel 1: Wahrnehmen
Neue Armut Einsamkeit Identität...
 Montagsdemonstration - DDR | |
Wir leben in einer Phase des Umbruchs. Die Rahmenbedingungen für
unser Leben werden sich in Zukunft merklich verändern. Gründe dafür, daß die Zeiten
des ganz großen Wohlstands in unserem Land vorüber sind, wird man zahlreiche finden können:
die Verkrustung der Systeme, die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch
die Globalisierung, nicht selten unkluge politische Entscheidungen, verpasste Reformen und anderes mehr.
Dabei soll man nicht übersehen, daß die Zyklen im Leben eine durchaus natürliche
Erscheinung sind: nach einem Auf, kommt das Ab. Geht es einem Land sehr gut,
kommt damit automatisch ein Verfall von Werten und eine Verkrustung der Systeme einher.
Man kann es auch so ausdrücken: das einzig sichere im Leben ist die Veränderung; also daß
nichts sicher ist. Der uns bevorstehende Anpassungsprozess mit einer anderen Position
Deutschlands in der Welt wird nicht aufzuhalten sein. Was wir aber tun können, ja dringend
tun sollten, ist das Fundament dafür zu bauen, um mit der veränderten Situation positiv umzugehen.
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Das Leben verläuft in Zyklen. Sowie wir uns, was den materiellen Reichtum angeht, auf der
absteigenden Kurve befinden, so gibt es andere Lebensbereiche, in denen sich vielleicht
genauso sehr die Situation bessert, wie wir im Materiellen verlieren. Es gilt sich also klar zu
machen, daß das Leben in der Zukunft anders sein wird, was aber nicht bedeuten muß,
daß es schlechter wäre - im Gegenteil. Der Umbruch bietet uns die
Chance, daß wir uns den Dingen wieder vermehrt widmen, die dem Menschen tatsächlich
Erfüllung bringen. Damit meine ich zuvorderst die zwischenmenschlichen Beziehungen.
Damit meine ich, daß der Mensch wieder in ein Bewußtsein seines inneren Wertes und in
seine Würde als Mensch kommt, und sich hierbei nicht mehr von den äußeren Zeichen des
Erfolges abhängig macht.
Damit der Weg des Umbruchs zu einem guten Ziel führt, müssen wir heute
schon die Weichen stellen. Konkret bedeutet das, den Weg vom Modell des
Gegeneinanders und der Vereinzelung in das Modell des Miteinanders zu finden. Es bedeutet
einen Wertewandel von den materiellen hin zu den geistigen Werten. Es bedeutet Liebe leben
und Frieden stiften in vielen Bereichen unseres Lebens, denn die Zersplitterung der
Gesellschaft, die wir uns heute erlauben und an der viele Menschen leiden, ist ein
Auslaufmodell. Wir sind auf den Weg zurück ins Miteinander. Genaugenommen ist
das keine so schlechte Zukunftsperspektive.
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Um die Entwicklung zu bewerkstelligen, bedarf es neuer Bilder des Friedens und der
Versöhnung in unserer Gesellschaft, sodaß wir das Miteinander wieder denken lernen. Die Details dieses Konzeptes des „Frieden stiftens” erfahren Sie im 2. Kapitel der Übersicht (Sternzacken rechts oben).
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