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Welche Ziele können mit dem Bau des Friedensmals erreicht werden?
Das Friedensmal steht für einen anderen Umgang mit der Vergangenheit. Die Kunst als Sprache ist geeignet diesen Impuls zu geben und die langfristigen gesellschaftlichen Folgen eines solchen Impulses können weitreichend sein. Vergleichbares gibt es noch an keinem anderen Ort in Deutschland. Das Konzept wurde in 11-jähriger Arbeit entwickelt. Das Friedensmal symbolisiert den Schritt aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in die Integration, also in den Frieden. Damit wird es zum positiven identitätsstiftenden Symbol für unser Land.
Im Friedensmal wird ein "Stück" der charakteristischen Kulturlandschaft des Odenwaldes bewahrt. Die Steine im Friedensmal stammen vom Borstein, ein Steinbruch am gleichen Weg gelegen nur wenig weit vom Friedensmal entfernt. Nirgendwo sonst wird dieser für den Odenwald charakteristische Stein noch gefördert. Das Denkmal passt auch deshalb perfekt in das Konzept vom Geopark Bergstraße-Odenwald.
Als Ort für das Friedensmal wurde ein Grundstück auf einem Hügel oberhalb ehemaliger Stollen des Marmoritwerkes gewählt, so dass man dieses Tal überblicken kann. Hier befand sich im sog. 3. Reich eine Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof. Somit werden auch die Themen Krieg, Verfolgung und das dem sog. 3. Reich eigene Lagerwesen, das mit KZ's und den zahlreichen Außenlagern das ganze Land "überspannte", berührt. Diese Themen fließen durch die Wahl des Ortes beim Friedensmal indirekt ein und werden deshalb in der Gestaltung des Denkmals nicht explizit angesprochen. Die Gedenkstätte entsteht also nicht als schöne Idee in der grünen Landschaft, sondern tatsächlich am geeigneten historischen Ort, jedoch nicht als ein weiteres Mahnmal - so wichtig diese auch sind - sondern als ein nächster Schritt im ehrlichen Gedenken: als Friedensmal und Zeichen zur Versöhnung. Frieden lässt sich gar nicht eingrenzen auf einen bestimmten Bereich im äußeren, sondern ist immer eine innere Haltung. Deshalb auch spricht das Friedensmal vom eigenen Weg zum inneren Frieden.
Diese Stätte bringt ins Bewusstsein, dass ein Denkmal nicht zwangsläufig auf die Vergangenheit bezogen sein muss, sondern gleichermaßen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindend ansprechen kann.
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