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Friedensstätte „Wendepunkt zur Würde des Menschen”

Die erste Gedenkstätte, die dem 1. Artikel des Grundgesetzes gewidmet ist


Kunst ist viel mehr als Unterhaltung. Sie hat eine gesellschaftlich notwendige Funktion: Kunst soll neue Bilder in die gesellschaftliche Wirkung bringen können. Deshalb sind 13 Jahren an ehrenamtlichem Engagement und 150.000 Euro an gemeinnützigen Spenden inzwischen in die Entwicklung der Friedensstätte geflossen.

Diese Stätte der Kunst in der Natur, die der Würde des Menschen gewidmet ist, bringt ihn so auch in Einklang mit der Natur. Das schafft die Verbindung. Zunächst muss die Würde des Menschen verstanden werden, denn es ist der Mensch der zum Denkmal kommt. Der Mensch kann nur von sich aus weiter denken. 

Befindet man sich in der inneren Grünfläche, im Meditations- und Gebetsraum, so ist man ringsum von Steinen umgeben, bis an der Stelle, wo der Durchbruch ist. Hier dann kann man das Gefühl von Freiheit erfahren. Die Botschaft des Denkmal soll für den Besucher erfahrbar sein. So wird der Ort verständlich.

Der Ort des Denkmals und die Lage auf dem Grundstück wurde so gewählt, dass der Baum des Lebens Richtung Jerusalem (eigentlich Stadt des Friedens) weist und sich gerade da, wo der Durchbruch ist, eine freie Sichtachse in die Naturlandschaft ergibt. Links vom Denkmal sind Bäume rechts sind Büsche. In der Mitte war die freie Sicht möglich. Es ist übrigens das einzige Grundstück im weiten Umkreis, wo diese Ausrichtung mit dieser Erfahrung von Befreiung möglich war.



Zuerst war das Denkmal da - und dann wurde ein Zaun genehmigt. So wird es aussehen (Perspektive: 1,90 m große Person, die hinter der Mitte des Denkmals steht).

Gerade da, wo Freiheit und Verbindung sein soll, erzeugt der Zaun nun eine Trennung. Der vom "Baum des Lebens" durchbrochene Kreis ist die zentrale Botschaft des ganzen Denkmals. Der Zaun ist deshalb ein wirkliches Problem, der das ganze Denkmalprojekt nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern noch mehr aus inhaltlichen Gründen in Frage stellt. 

Eine Barriere vor dem inneren grünen Meditationsraum, in den sich die Besucher setzen werden, bei einem Denkmal das davon handelt, dass dieser "Baum des Lebens" einen dunklen Ring von Schmerz, Gewalt und Beengung durchbricht, bedeutet symbolisch nicht mehr Frieden, sondern das Gegenteil. Wie könnten wir aber eine solche inhaltliche Beschädigung unseres mit soviel Bedacht und gutem Willen umgesetzten Projektes akzeptieren?

Die Voraussetzung für den "Wendepunkt zur Würde des Menschen" ist der eigene gefundene innere Frieden. Das ist der Wendepunkt. Damit geht man in die Welt und begegnet dort den "Zäunen", die alles innerlich erreichte wieder zu zerstören scheinen.

Realistisch gesehen gehören "die Zäune" aber zu der Welt, wie sie eben ist. Diese Friedensstätte soll auch mehr sein wie ein Traum und verankert sein in der Welt, wie sie ist. Die Vernunft sei dem Menschen eigen, wie die Liebe eigen der Vernunft. Im Streben danach ist das Leben und überdauert seine Zeit.  Eine Lösung des Problems besteht darin, den Zaun positiv in die Denkmalstätte zu integrieren; so auch die "Zäune" der Welt zu integrieren. Es erweiterte das Thema der Denkmalstätte. Der dem inneren Frieden gewidtmete Meditationsort zeigte nicht nur den Gang ins eigene Innere, sondern dann auch erfahrbar, die Konfrontation des inneren Friedens mit der Welt. Oder wie wir es uns wünschen: die Integration des Friedens in die Welt. Das wäre dann das äußere Thema der Denkmalstätte, wenn es gelingt beim Zaun zu einem Kompromiss zu kommen.

Der "Baum des Lebens" ist ja auch nur ein Symbol. Praktisch sind es Menschen, die durch ihr Bewusstsein und ihre Fähigkeit, die Lage des Anderen nachzuempfinden, den dunklen Ring (im Denkmal und in der Welt) durchbrechen. 

Bevor das Denkmal eine Botschaft für das Land sein kann sagt uns das Leben, dass wir in der Lage sein müssen, diese Aufgabe erst mal am Denkmal selbst zu lösen. Können wir es nicht, stellte dies das ganze Denkmalprojekt in Frage.

Lange Nächte hat sich der Initiator des Denkmals bemüht, um einseitig eine Auflösung des Konfliktes durch die Veränderung der künstlerischen Gestaltung zu finden. Aber es war umsonst, es gelang nicht. Für den Frieden braucht es Beide; er ist in der Welt nur möglich, wenn beide Seiten zueinander finden. So ist diese Friedensstätte tatsächlich ein Spiegel des echten Lebens.

Und noch ein Satz zum Bürgerengagement: Wäre dies ein staatliches mit Steuergeldern finanziertes Projekt, dann wäre vor das Denkmal kein Zaun gesetzt worden.





Pressemitteilung zum 9. November 2011 (Update 13. 1. 2012)

Friedensstätte und völkerverbindendes Bürgerprojekt nach 13-jährigem Engagment am Ende?

"Frieden ist in einer schwachen Position" sagte der Dalai Lama zum Projekt Friedensstätte „Wendepunkt zur Würde des Menschen” in Bensheim, südlich von Frankfurt. In 3 Wochen wäre die Friedensstätte nun nach einer 13-jährigen Auseinandersetzung, 150.000 Euro an Kosten und viele tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit fertig geworden. "Erkennet das Heilige in eurer Mitte" steht auf der Eintrittsschwelle. Damit sei die Würde des Menschen gemeint, sagt der Künstler und Initiator des Projektes Thomas Zieringer. Die Friedensstätte solle einen neuen Weg in unserer Gedenkkultur weisen: nicht mehr nur rückwärtsgewandt, sondern ein positives Zeichen der Gegenwart, das für ein neues Miteinander und für die Würde und Freiheit des Menschen stehe. Der 1. Artikel des Grundgesetzes verdiene ein Denkmal. Es stehe so konkret auch dafür, dass; die positiv miteinander gelebte Gegenwart die Wunden der Vergangenheit heilen kann.

"Frieden fängt im Inneren an" - sei die symbolische Aussage des Denkmals. Daraus folge der Friede im Kleinen. Daraus folge der Frieden im Großen. Im heutigen Deutschland wäre das ein echter Frieden auch mit dem Judentum, weil er das bisher schwerste unbewältigte Trauma deutscher Geschichte anspreche, ist sich der Künstler sicher. Die Friedensstätte ist kein Mahnmal. Statt die ganze Kraft weiterhin in den Kampf gegen "das Böse" zu geben gelte es die Kraft ins neue Leben zu geben; in gemeinsame Friedensprojekte! Der "Baum des Lebens" - zentrales Element im Denkmal - wurde exakt nach Jerusalem (Stadt des Friedens) ausgerichtet, weil hier die wesentlichste Wurzel unseres kulturellen Fundamentes in Deutschland liegt. Die Lage des Denkmals erlaubt die freie Sicht Richtung Jerusalem und die freie Sicht in eine der schönsten Panoramen Süd-Hessens.

Durch den Bau eines Zauns (Lattenhöhe 168 cm, Pfostenhöe 178 cm) genau vor dem Eingang vom "Baum des Lebens" werde nun die Botschaft des Denkmals konterkariert - so empfindet der Künstler.

Symbolisch bedeute die Barriere vorm Lebensbaum: er ist abgeschnitten von seiner Quelle. Es wird also keinen Frieden geben. Wie könnten wir nun das Denkmal mit dieser Botschaft weiterbauen? - fragt Thomas Zieringer. Die Bauarbeiten sind zunächst gestoppt. Die ursprünglich geplante Einweihungsfeier am 21. 3. 2012 ist abgesagt. Danach wird eine Vereinssitzung entscheiden ob und wie es weitergeht, erklärt der Initiator. "Frieden fange mit Würde an" - wie wahr dieser Satz ist zeige die gegenwärtige Entwicklung an der Friedensstätte selbst.


Die Würde des Menschen ist unantastbar (Artikel 1, Grundgesetz). Dafür steht dieses Symbol. Dafür lohnt es sich aufrecht zu stehen. Freiheit und Frieden bedeuten Anstrengung, ein dauerndes Ringen darum, sonst gehen beide verloren. Gerade unsere Zeit scheint das vergessen zu haben.

Eine Friedensstätte bedeutet nicht "Friedhofsruhe". Leben ist immer auch ein Kampf; und sei es um den Frieden, die Freiheit oder die Gerechtigkeit. Ghandi war ein friedlicher Krieger. Jesus war es auch.

"Wenn Dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halte die rechte hin." Das bedeute gerade nicht Unrecht hinzunehmen und sich klein zu machen: Die linke Hand galt im alten Judentum als unrein. Auf die linke Wange kann so ein Gegner nur mit dem Handrücken der rechten Hand geschlagen werden. Das ist das Symbol für eine Entwürdigung. Die rechte Wange hinzuhalten bedeutet: so, dann schlage richtig zu und offenbare der Welt wes Geistes Kind Du bist; auf das es alle sehen. Es ist das Ende der Heuchelei.






Es gibt zwei Wege zum Ziel - auch das zeigt das Denkmal: im Frieden in den "Baum des Lebens" hineingehen oder in der Konfrontation sich im äußeren dunklen Ring mit den Steinen als Projektionsflächen zurechtfinden und sich so ins Zentrum vorarbeiten. Das eine ist ein Weg der Freude, das andere ein Weg des Schmerzes. Meist wird der zweite Weg gewählt. Der Begriff "Weg" verdeutlicht es schon: der geistig-kulturelle Fortschritt erfolgt in Prozessen. Thema - Auseinandersetzung - Integration. Die Stufe der Auseinandersetzung ist dabei gar nicht zu vermeiden, handelt es sich um einen echten Fortschritt. Wenn es einfach ging, ohne inneren oder äußeren Kampf, dann gab es auch keine Entwicklung. Das was die Entwicklung bringt, wird zunächst nicht anerkannt, da die Menschen das Neue nicht einordnen können. Aber gerade die Entwicklung (der Weg) ist das Ziel - und nicht einfach der Bau eines schönen Denkmals im schönen Ort Bensheim.




Mahatma Gandhi

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Frieden und Freiheit brauchen ein andauerndes bürgerschaftliches Engagement dafür. Die Kräfte die dagegen wirken sind zahlreich.






Krieg und Gewalt haben viele Denkmäler, was aber ist mit Frieden, Bürgerengagement und einem ehrlichen Miteinander? Wie reagieren wir auf das Schlechte in der Welt und in uns? Verzagen wir, machen wir uns klein und fühlen wir uns nur schuldig? Oder machen wir das einzig sinnvolle: Die Antwort auf das Schlechte in der Welt kann doch nur sein, erst recht in der Liebe zu allem Leben positiv zu handeln und dabei aufrecht zu gehen - in Würde und Demut zugleich.

Die Welt ist schlecht... - das ist gerade die Entschuldigung, nicht besser zu handeln. Es mündet in einer Abwärtsspirale, ein Teufelskreis... - im Denkmal symbolisiert durch den dunklen Ring, der aber vom „Baum des Lebens” durchbrochen wird! Das Friedensmal in der Friedensstätte soll ein Signal sein, diesen negativen Prozess ins Positive zu wenden. Bevor Sie weiterlesen sollten Sie wissen: Wir sind ein Verein freier Bürger, die die Friedensstätte bauen. Ihnen wird hier keine Ideologie vermittelt, der Sie sich anschließen könnten. Lassen Sie sich von der Philosophie der Friedensstätte inspirieren. Sie werden sich selbst auf den Weg (zu sich selbst) machen müssen; auch das ist eine Botschaft der Friedensstätte am Friedenspilgerweg.

Die Friedensstätte befindet sich im Ortsteil Hochstädten im südhessischen Bensheim. Dort liegt es - ganz traditionell für eine Pilgerstätte - in der freien Natur an einem Wanderweg; dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 8. Besuchen Sie eine der schönsten hessischen Landschaften. Die Friedensstätte liegt hinter der Burgruine Schloss Auerbach direkt auf der Wanderroute vom Staatspark Fürstenlager zum Felsenmeer im Lautertal.



Ein Bürgerprojekt  -  Unsere Friedensstätte, Entwicklungszeit 12 Jahre, Eröffnung im Frühjahr 2012

Friedenszeichen
Kreis - Ø 26 m - mit 24 Stufen. Im Inneren der „Baum des Lebens”, der einen dunklen Ring durchbricht.

Bild des fertigen Denkmals  (Computergraphik)

Wir etablieren die Friedensstätte zwischen Frankfurt und Heidelberg am Europäischen Fernwanderweg als ein Symbol für ein positives Bürgerengagement für die Zukunft und für eine Heilung von Wunden der Vergangenheit. Seine Bedeutung als Friedensstätte für Deutschland erhält es durch den Kontext am Ort, durch die Symbolik und die Verbindung mit überregionalen Friedensprojekten, die in ihm zusammenlaufen. In der Bergpredigt heißt es: „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen”; wer das Gute will, muss es in den Menschen auch berühren wollen.

Die Friedensstätte wird mit dem ersten Stein im Friedensmal eröffnet, denn das erste Projekt ist erfolgreich abgeschlossen und deutschlandweit berichteten die TV-Sender, die Print-Medien und Radiostationen: Ein Dorf - die Gesellschaft im Kleinen - wacht auf und erkennt sein Potential:
Die „Straße des Friedens” in Bensheim-Hochstädten!


Link:  Die Medien über uns  (Presseartikel, TV-Reportagen und Interviews)


Im Jahr 1999 erschien das Buch „Wendepunkt - die Vision einer neuen Menschlichkeit” von Thomas Zieringer. Darin fand die Begriffsbildung statt: Wenn das Mahnmal die Auseinandersetzung mit Verletzungen aus der Vergangenheit thematisiert, dann müsste der neue Begriff Friedensmal die Integration im Prozess darstellen; also für eine Heilung wirken. Statt einer Fokusierung auf die Vergangenheit enstünde ein Gedenkkonzept, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. Ein Friedensmal ist also etwas anderes als ein Friedensdenkmal. Das Friedensmal ist kein statisches Denkmal, sondern ist immer mit einem Prozess verbunden; die Last in einen Segen zu wandeln. Das ist ein Paradigmenwechsel im Umgang mit der Vergangenheit. Wenn wir wirklich etwas aus der Vergangenheit gelernt haben, dann müssen wir über die Mahnmale hinaus Friedensmale bauen!



Bilder der Bauarbeiten


Die Wölbung der Baumkrone wird als nächster Schritt modeliert

Der Baumstamm wird mit großen Onyxmarmorkieselsteinen gestaltet

Der Innenkreis wurde gesetzt.

Die unteren Stufen (klare Kante) und die umliegende Erde wurden von zuviel Beton befreit.

Mähkante als Rahmen mit einem steilen Betonkeil (später unsichtbar) wurde gesetzt.

Der Graben für den Pflasterring des Innenkreises (Grünfläche Ø 16,60 m) wird ausgehoben.



Text am Friedensmal

Ein Bürgerprojekt

Hier entsteht die Friedensstätte $#132;"Wendepunkt zur Würde des Menschen$#148; als ein Ort für Pilger am Europäischen Fernwanderweg. Auf der persönlichen Ebene ist es als Meditations- und Gebetsort gestaltet; es bezeichnet den Gang ins eigene Innere. Es geht also um die Beziehung zu sich selbst. Nur wer Frieden mit sich hat, kann den Frieden nach außen tragen. Auf kollektiver Ebene wirkt diese Friedensstätte für einen Paradigmenwechsel im deutschen Gedenken; es geht also um die Beziehung unseres Landes zu sich selbst. Nur eine gesunde Kultur, die ein positives Verhältnis zu sich lebt, hat die Kraft sich im Wandel der Zeiten immer wieder neu zu finden und für den Frieden in der Welt zu wirken.

Was aber ist mit dem „Paradigmenwechsel” gemeint? Ganz automatisch sprechen viele Leute beim Friedensmal sogleich vom Mahnmal, wenn wir es vorstellen; so tief sind Mahnmäler in unserer Kultur verankert. Gerade das zeigt, wie wichtig es ist gleichermaßen den Begriff des Friedensmals zu etablieren. Mahnmale konfrontieren mit Lasten und Schmerzen. Das hat seinen Sinn. Daraus darf aber keine Bedrückung mit Scham- und Schuldgefühlen entstehen. Verantwortung fürs Leben ist positiv! Sie will sich im Engagement freiheitsliebender und mündiger Bürger ausdrücken. „Unten” entstehen die neuen Wege. Von daher kann die Gesellschaft auch immer wieder neues Leben erfahren.

Eine Kultur braucht deshalb genauso die hoffnungsvollen Zeichen. Sie stehen für das Leben und berühren das Gute im Menschen, so dass es sich überhaupt regen kann. Nach der Konfrontation mit Mahnmalen ist deshalb der nächste natürliche Schritt die Integration in einer Friedensmal-Kultur, die dieses Denkmal begründen möge. Was hätten wir denn „aus der Vergangenheit gelernt”, wenn dieser positive Schritt fehlte? Wie sollen wir eine langfristige gute Entwicklung in unserer Kultur erwarten, wenn ihr Verhältnis zu sich gebrochen ist? Es reicht nicht wie im Mahnmal die Konfrontation mit einer Last oder auch einer Unzufriedenheit, damit eine Gesellschaft ihr Potential freisetzt, man muss auch die andere geistige Seite wie im Friedensmal spüren können. Diese nämlich verbindet die Menschen und heilt. Das größte Unglück in einer Gesellschaft geschieht nicht durch „böse Menschen”, sondern weil das gute Potential in ihr nicht erkannt wird. Diese Friedensstätte möge dabei helfen - es sei ein Signal - dass unser Land eine positive Beziehung zu sich selbst lebt.

Doch wer ist „unser Land”? Wir sind es! Nun sind wir wieder auf der persönlichen Ebene: Nehmen wir die Chancen und die Schönheit dieses kurzen Lebens überhaupt wahr oder sind wir Gefangene unserer Gewohnheiten und Ängste? Wie leben wir? Jeder muss selbst für sein Leben Verantwortung übernehmen und das nicht Führern, dem Staat oder einer religiösen Hierarchie überlaßen wollen. So ist dieses Denkmal dem freiheitsliebenden und mündigen Bürger gewidmet. Seine Botschaft schöpft aus der dem Menschen ureigenen Sehnsucht nach Erfüllung im Leben. Wo liegt also unsere Sehnsucht? Welche Ängste und Gewohnheiten stehen ihr entgegen? Streifen Sie durch den Steinwald im äußeren Ring und erforschen Sie die „Steine” - auch die im eigenen Inneren. Jeder der aufgestellten Steine wird mit einem positiven Friedensprojekt verbunden sein, so dass diese Friedensstätte nur mit echtem Bürgerengagement langsam in seine Bestimmung wachen kann. Bitte legen Sie Ihre Schuhe ab, bevor Sie in die große Grünfläche im Zentrum treten. Es, bedeutet, seine Gewohnheiten und Vorurteile abzulegen.


Denkmalgestaltung

Diese Friedensstätte ist Selbsterfahrung. Wir ändern die Welt, indem wir uns selbst ändern. Man kann den ganzen Tag um das Denkmal herumlaufen (24 Stufen, 24 Stunden) und man drehte sich im Kreis um sich selbst. Erst wenn man über die Stufen (Schwelle der Demut) mit der Inschrift „Erkennet das Heilige in eurer Mitte” tritt - wenn man von sich loslässt - wird man sich finden. Zwei Räume sind im Inneren des Denkmals: Der dunkle Ring steht für unseren Verstand. Man denkt und projiziert und hält die Projektionen für die Wirklichkeit; so entsteht die Spaltung. Im Ring werden 33 Steine aus Odenwaldquarzit symbolisch als Projektionsflächen stehen. Der „Baum des Lebens” durchbricht aber den dunklen Ring: Wie ein gesunder Baum Himmel und Erde verbindet, so hätte auch der Mensch darin das Leben. In der Mitte findet sich ein auf der Blüte einer weißen Rose liegender Stern: ein Herz das lebt! Hier kann man sich wenden und die Erfahrung mutig hinaus in die Welt tragen. Eine Weiße Rose... - wenige Zeichen sind so sehr mit einem positiven Deutschland verbunden.

Ein Stern in der Mitte? Die einen sehen nur einen Davidstern, die anderen das Kreuz. Doch in der Mitte ist ein Punkt: „Erkennet das Heilige in eurer Mitte” - wer will sich über einen Punkt streiten? Im dem einen Punkt der alles verbindet, gibt es keine Ideologie. Die Mitte zeigt einen Frieden ohne Beliebigkeit. Ein Blinder sieht aber nicht was da ist und geht nicht weiter...  Das Denkmal ist in der Tradition christlicher Mystik gestaltet.


Der Ort

Warum entsteht ein solches Bauwerk am Europäischen Fernwanderweg und nicht in Berlin? Für den Frieden muss man sich auf den Weg machen. Man findet ihn nicht im Lärm der Welt, sondern in einem inneren Frieden bei sich selbst. Geplant wurde das Denkmal im Jahr 1998 tatsächlich für die Hauptstadt: eine Friedensstätte als Zeichen für dieses Land, Staub in Licht zu wandeln - inmitten der Mahnmal-Kultur. Leute wie Ephraim Kishon unterstützten es. Die große Politik Berlins war jedoch überfordert. Also gingen wir ins Dorf Hochstädten und bauen mit viel Mühe „unsere Friedensstätte” selbst. Es war eine Lernerfahrung: vom Ansatz in Berlin „Frieden im Großen” zu stiften ging es über den „Frieden im Kleinen” - die Hochstädter „Straße des Friedens” - nun zum „Frieden im Innern”; der einzige Ort wo sich wirklich etwas wenden lässt.


Heimatpflege

Bitte gehen sie sorgsam mit der Anlage um. Dieses Projekt kostet uns viel Mühe, Zeit und Geld. Die verwendeten Materialien sind ausgesucht und edel. Dieses Gebiet wurde früher von Steinmetzbetrieben geprägt. Fast alle Minen sind inzwischen aber geschlossen. Wir möchten mit unserem Engagement auch etwas von der typischen Kultur dieser Gegend bewahren: Im Ring werden besonders schöne Steinblöcke aus dem heimischen Odenwaldquarzit stehen. Friedensmal Wendepunkt e. V., Weiherweg 37, 64625 Bensheim, post(at)friedensmal.de





Nicht die Dunkelheit, sondern das Licht zu leben; weil etwas aus der Vergangenheit gelernt wurde.
Dafür steht das Friedensmal in der Friedensstätte als Symbol: „ERKENNET DAS HEILIGE IN EUER MITTE”.  (Inschrift)



Ephraim Kishon
 Ephraim Kishon
Kishon Referenz


Sehr geehrter Herr Zieringer,

Vielen Dank für Ihren Brief vom 25. Mai 1999.

Ich habe Ihr Buch nicht nur gelesen, sondern auch meinen Freunden zur Lektüre überlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Norbert Blüm




S.H. der Dalai Lama und der Initiator der Friedensstätte, T. Zieringer

„Peace is in a weak position” sagte der Dalai Lama in einem Gespräch (Artikel) mit dem Künstler über die Friedensstätte. Das war als Ermutigung für den Bau gemeint. Jedoch traf die Aussage auch auf andere Weise zu: Im Laufe der Entwicklung des Projektes hat sich der geplante Standort aus politischen Gründen von der weltlichen Hauptstadt Berlin, über die „geistliche Hauptstadt” Fulda in den stillen Odenwald verlagert (Oden... von indogerm. Udan; es bedeutet Wasser und steht für die Seele). Dies nun ist der ehrlichste Ort; und tief in der oft als Schwachheit betrachteten Stille liegt die ganze innere Stärke!




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Menschen und Frieden Impressum

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